Der neutrale Ton und Erhua: die leichten Laute und der Rhythmus des Chinesischen

HSK Study Notes Editorial Team ·

Nicht jede chinesische Silbe wird gleich lang und gleich kräftig gelesen. Eine Silbe, die sich an die vorige anlehnt und kurz und schwach wird, ist der neutrale Ton. Drücke ihn weder hoch noch tief; füge ihn leicht nach dem vorigen Laut an, und Umriss und Rhythmus des Wortes fügen sich. Zu den vier vollen Tönen siehe die Töne des Chinesischen.

Der neutrale Ton ist kein „fünfter Ton”

Das zweite ma in 妈妈 (māma, „Mama”), das zweite xie in 谢谢 (xièxie, „danke”) und das you in 朋友 (péngyou, „Freund”) sind typische Silben im neutralen Ton. Zeichne ihnen keine feste Tonhöhe; setze sie kurz, im Verhältnis zum vorigen Ton. Kräftig und lang gelesen, verwischen sie die Form des Wortes.

Übe, indem du den ersten Laut etwas deutlicher und den neutralen Ton kurz sagst. Statt mā-ma in zwei gleiche Schläge zu teilen, sag es als eine Einheit, etwa MĀma. Beim Zurückhören: Das Ende soll nicht verschwinden, aber auch nicht zum Hauptdarsteller werden.

Erhua ist mehr als ein angehängtes -r

Erhua ist eine -r-Färbung am Ende eines Wortes. Sie ist im Pekinger und anderen nördlichen Sprechen verbreitet, in Wörtern wie 哪儿 (nǎr, „wo”), 一点儿 (yìdiǎnr, „ein bisschen”) und 这儿 (zhèr, „hier”). Du fügst kein eigenes (ér) als eigenen Schlag an; du beendest das Wort, indem das r mit dem vorangehenden Finale verschmilzt.

Erhua schwankt je nach Region und Wort, du musst also nicht jedes r kräftig nachahmen. Das erste Ziel ist, häufige Wörter am Klang zu erkennen. Beim Sprechen reicht es, einer Standardaufnahme zu folgen.

Beim Hören nutzen

Wenn du den neutralen Ton und Erhua nicht kennst, kann ein bekanntes Wort wie ein anderes, abgehacktes klingen. Rate beim Hören das Wort nicht allein aus der betonten Silbe – achte darauf, ob ihr ein kurzer, leichter Laut folgt. Schule dein Ohr weiter mit Töne unterscheiden.