Pinyin lesen: aus der Schreibung Klang machen

HSK Study Notes Editorial Team ·

Pinyin liest sich nicht wie die deutsche Rechtschreibung. Besonders das u nach j, q und x steht meist für den ü-Laut.

SchreibungSchlüssel zum LesenBeispiel
j/q/x + uein gerundeter ü-Laut (qù, „gehen”), (xué, „lernen”)
ükein i; schiebe die Lippen vor (nǚ, „Frau”)
ereine leicht gerollte Endung (èr, „zwei”)

Tonzeichen stehen über dem Vokal. Lies Silbe und Ton als eine Einheit, nicht getrennt.

Nach Kombination lesen, nicht nach Buchstabennamen

Gib den Buchstaben nicht die Lautwerte deiner Sprache. q ist ein behauchter, vorderer Konsonant; x ist ein dünner, zischender Konsonant; beide treten vor allem mit i und ü auf. Ebenso ist c kein „k”-Laut — es ist der behauchte Partner von z. Prüfe die Mundstellung am Audio, statt Buchstaben in vertraute Laute umzudeuten.

SchreibungHinweis für den MundLeicht zu verwechseln mit
j/q/xZunge flach und vorn, nicht gebogenzh/ch/sh
z/c/sZungenspitze nahe der Rückseite der Vorderzähnej/q/x
zh/ch/sh/rZungenspitze leicht nach hinten gebogenz/c/s
eLippen nicht breit ziehen; hinten klingen lassenei

Formen, die mit y und w beginnen

Silben, die mit einem Vokal beginnen, bekommen y oder w, damit sie sich leichter schreiben. (yī, „eins”) geht von der Finale i aus; (wǒ, „ich”) von der Finale uo. Füge das y/w nicht als kräftigen Konsonanten hinzu; gleite direkt in die Finale. Ebenso ist iu kurz für iou, ui für uei und un für uen. Auch wenn die Schrift kürzer ist, flache die Vokalbewegung nicht ab: bei (liù, „sechs”) bewegt sich der Mund von i zu ou.

Wo das Tonzeichen steht

Bei mehreren Vokalen steht das Zeichen in der Regel auf a oder e; fehlen beide, auf dem o von ou, sonst auf dem hinteren Vokal. (hǎo, „gut”), (xué), (liù) und (guì, „teuer”) sind Beispiele. Das ist eine Schreibregel; sie bedeutet nicht, dass der Tongipfel nur auf diesem Buchstaben liegt.

Pinyin richtig lesen und den Laut erzeugen sind zwei verschiedene Dinge. Wenn dich die Schreibung nicht mehr stolpern lässt, prüfe die Finale (Vokale) über die Mundform und verknüpfe sie stets mit dem Audio.